Über uns

Aktuelles:

MAMBA-Bleiberechtsdiskussion am 1.4.2009
2. April 2009

Parteiübergreifende Einigkeit: Altfallregelung muss nachgebessert werden

Öffentliche Podiumsdiskussion zum Bleiberecht am 1.4.2009
13. März 2009

Das Münstersche Bleiberechts-Netzwerk MAMBA und der Ausländerbeirat der Stadt Münster laden Sie...

Über uns

MAMBA ist der Münstersche Beitrag zum bundesweiten arbeitsmarktlichen Progamm zur Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt. Ziel ist es, Flüchtlingen in Münster Unterstützung und Begleitung bei ihrer beruflichen Qualifizierung sowie bei der Arbeitsplatzsuche und -sicherung zu geben. Damit möchten wir ihnen die dauerhaft eigenständige Sicherung ihres Lebensunterhalts ermöglichen. Zielgruppe sind Bleibeberechtigte und alle Menschen mit Fluchthintergrund, die einen mindestens nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt haben.

Starke Partnerschaft
Für MAMBA engagieren sich die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (GEBA), die GGUA Flüchtlingshilfe, das Handwerkskammerbildungszentrum (HBZ) und das Jugendausbildungszentrum (JAZ).

Alle vier Partner können auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingsbegleitung bzw. der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit zurückblicken. Durch ihre sich ergänzenden Kompetenzen können die vier Akteure eine sehr individuelle Beratung, Betreuung und Förderung der Teilnehmenden ermöglichen. Damit ist ein wesentlicher Grundstein für die Zukunft jener Menschen gelegt, die in Münster seit vielen Jahren ohne sichere Aufenthaltsperspektive leben. Mit MAMBA erhalten sie einen verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt und damit die Chance auf einen dauerhaften Aufenthalt.

Die Koordination und Verwaltung des Gesamtprojekts obliegt der GGUA Flüchtlingshilfe e.V. Sie bietet seit 30 Jahren Flüchtlings-Einzelfallberatung sowie niedrigschwellige Angebote zur Arbeits- und Wohnungssuche und ist der größte freie Träger für Flüchtlingsberatung in NRW.

Die praktische Arbeit mit den Flüchtlingen ist auf alle vier Partner verteilt.

Rechtliche und psychosoziale Beratung

Diese Beratungsbereiche liegen in der Verantwortung des Jugendausbildungszentrums (JAZ) und der GGUA Flüchtlingshilfe. Beide Partner können auf langjährige Erfahrung im Bereich der Flüchtlingsberatung und -sozialarbeit zurückblicken.

Das JAZ ist für die Gruppe der unter 25jähigen Teilnehmenden zuständig, die GGUA übernimmt alle Begünstigten über 25 Jahre. Sie stehen hierbei in kontinuierlichem Austausch über gemeinsam betreute Familien.

Neben einer umfassenden bleiberechtlichen Beratung beziehen sie in der psychosozialen Einzelbetreuung familiäre und soziale Einflussfaktoren mit ein und ermitteln hier sowohl den notwendigen Unterstützungsbedarf wie auch die Nutzung persönlicher Ressourcen., um die Handlungskompetenz der Menschen zu stärken.

Die Probleme sind vielfältig. Einige der Betroffenen sind traumatisiert durch ihre Erfahrungen vor und während der Flucht, andere belastet und verunsichert durch die jahrelange Angst vor drohender Abschiebung. Auch innerfamiliäre Konflikte oder Schulden können die TeilnehmerInnen belasten. Fast alle sind überfordert mit der deutschen Bürokratie. Manchmal scheitert eine Arbeitsaufnahme auch schlicht an einer fehlenden Betreuung für die Kinder.

Ziel ist es, den ganzen Menschen in seinem persönlichen Umfeld zu stärken, ihn in unserer Gesellschaft “ankommen” zu lassen und dadurch auch seine Arbeitsfähigkeit zu steigern. Dies ist die Basis, auf der HBZ und GEBA anschließend ihre berufbezogenen Qualifikationen bzw. Vermittlung in Arbeit aufbauen.

Die Übergabe der Teilnehmenden an GEBA und HBZ erfolgt begleitet. Auch nach einer Übergabe bleiben GGUA und JAZ weiter für rechtliche und psychosoziale Fragestellungen zuständig.

Arbeitsmarktliche Beratung, Qualifizierung und Vermittlung in Arbeit

Für diese Arbeitsbereiche sind die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (GEBA) und das Handwerkskammerbildungszentrum (HBZ) zuständig.

Die GEBA bietet seit 1994 im gesamten Münsterland Beratung, Berufsorientierung, berufsbezogene Sprachförderung und arbeitsplatzbezogene Qualifizierung sowie Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt an, darunter auch gezielt für MigrantInnen.

Auch das HBZ kann auf langjährige Erfahrungen mit der relevanten Zielgruppe zurückblicken. Es ist seit Jahren in der Arbeitsvermittlung aktiv und etabliert und kann sowohl in der Vermittlung von arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen als auch in der Durchführung von Integrationsmaßnahmen gute Ergebnisse vorweisen. Die Handwerksammer vertritt 25.500 Betriebe und verfügt somit über intensive Betriebskontakte.

Im Rahmen eines Jobcoachings unterstützen die GEBA und das HBZ MAMBA-Teilnehmende bei der Suche nach einer Arbeitsstelle. Zu ihren Maßnahmen gehören: Beratung und Berufsorientierung, Erarbeitung von Zielen, berufsbezogenes Kommunikationstraining, Regeln der Berufswelt, Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen, ggfs. betriebliche Praktika, sowie die Akquisition von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

GEBA und HBZ stehen auch nach einer Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit für eine Nachbetreuung oder weitere Qualifikationen der Teilnehmenden zur Verfügung. Dies einhaltet auch Gesprächs- und Beratungsangebote für Arbeitgeber, die MAMBA-TeilnehmerInnen beschäftigen.

Strategische Netzwerkpartner

Strategisch eingebundene Partner auf kommunaler Ebene sind die AIM jugend+ (Arbeitsmarktinitiative Münster/Jugend in Arbeit), die Arbeitsgemeinschaft Münster, das Amt für Ausländerangelegenheiten, der Ausländerbeirat, das Sozialamt (u.a. mit dem Städtischen Sozialdienst für Flüchtlinge und Spätaussiedler) und die Städtische Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten.

Im Verlauf der ersten Projektmonate ergab sich zusätzlich eine enge Zusammenarbeit mit dem AWO Stadtteilbüro Coerde. Auch mit dem Münsterschen Stadtweiten Netzwerk „Integration für Menschen mit Migrationsvorgeschichte“ sind wir in kontinuierlichem Austausch.

Unsere strategischen Partner bringen sich aktiv das Netzwerk ein und stellen eine wertvolle Erweiterung der MAMBA-Möglichkeiten dar. Sie unterstützen uns bei der Gewinnung von TeilnehmerInnen, engagieren sich als MultiplikatorInnen bei der Erhöhung des Bekanntheitsgrades von MAMBA und wirken bei der politischen Öffentlichkeitsarbeit (Bleiberechtsregelung) mit.