Über uns

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Bloomberg.com schreibt über Geflüchtete am Arbeitsmarkt - mit MAMBA
27. April 2016

"German Joblessness Poised for a Bump as Refugees Search for Work" Anlässlich der...

Wirtschaftsspiegel der IHK Nord Westfalen berichtet über MAMBA ( 4. April 2016)
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Über uns

(Foto: Joachim Pantel)

 

Für MAMBA engagieren sich die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (GEBA), die GGUA Flüchtlingshilfe, das Handwerkskammer Bildungszentrum (HBZ), das Jugendausbildungszentrum (JAZ) und das Jobcenter Münster.

Alle fünf Partner können auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingsbegleitung bzw. der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit zurückblicken. Durch ihre sich ergänzenden Kompetenzen ermöglichen die fünf Akteure eine sehr individuelle Beratung, Betreuung und Förderung der Teilnehmenden. Damit ist ein wesentlicher Grundstein für die Zukunft jener Menschen gelegt, die in Münster und im Münsterland seit vielen Jahren ohne sichere Aufenthaltsperspektive leben. Mit MAMBA erhalten sie einen verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt und damit die Chance auf einen dauerhaften Aufenthalt. 

Die Koordination und Verwaltung des Gesamtprojekts obliegt der GGUA Flüchtlingshilfe e. V. Sie bietet seit über 30 Jahren Flüchtlings-Einzelfallberatung sowie niedrigschwellige Angebote zur Arbeits- und Wohnungssuche und ist der größte freie Träger für Flüchtlingsberatung in NRW. 

Die praktische Arbeit mit den Flüchtlingen ist auf alle fünf Partner verteilt.

 

Rechtliche und psychosoziale Beratung

Diese Beratungsbereiche liegen in der Verantwortung des Jugendausbildungszentrums (JAZ) und der GGUA Flüchtlingshilfe. Beide Partner können auf langjährige Erfahrung im Bereich der Flüchtlingsberatung und -sozialarbeit zurückblicken.

Das JAZ ist für die Gruppe der unter 25-jährigen Teilnehmenden zuständig, die GGUA übernimmt alle Begünstigten ab 25 Jahre. Sie stehen hierbei in kontinuierlichem Austausch über gemeinsam betreute Familien.

Neben einer umfassenden bleiberechtlichen Beratung beziehen sie in der psychosozialen Einzelbetreuung familiäre und soziale Einflussfaktoren mit ein und ermitteln hier sowohl den notwendigen Unterstützungsbedarf wie auch die Nutzung persönlicher Ressourcen, um die Handlungskompetenz der Menschen zu stärken. 

Die Probleme sind vielfältig. Einige der Betroffenen sind traumatisiert durch ihre Erfahrungen vor und während der Flucht, andere belastet und verunsichert durch die jahrelange Angst vor drohender Abschiebung. Auch innerfamiliäre Konflikte oder Schulden können die TeilnehmerInnen belasten. Fast alle sind überfordert mit der deutschen Bürokratie. Manchmal scheitert eine Arbeitsaufnahme auch schlicht an einer fehlenden Betreuung für die Kinder.

Ziel ist es, den ganzen Menschen in seinem persönlichen Umfeld zu stärken, ihn in unserer Gesellschaft "ankommen" zu lassen und dadurch auch seine Arbeitsfähigkeit zu steigern. Dies ist die Basis, auf der HBZ und GEBA anschließend ihre berufbezogenen Qualifikationen bzw. Vermittlung in Arbeit aufbauen. 

Die Übergabe der Teilnehmenden an GEBA und HBZ erfolgt begleitet. Auch nach einer Übergabe bleiben GGUA und JAZ weiter für rechtliche und psychosoziale Fragestellungen zuständig.

 

Arbeitsmarktliche Beratung, Qualifizierung und Vermittlung in Arbeit

Für diese Arbeitsbereiche sind die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (GEBA), das Handwerkskammer Bildungszentrum (HBZ) und das Jobcenter zuständig.

Die GEBA bietet seit 1994 im gesamten Münsterland Beratung, Berufsorientierung, berufsbezogene Sprachförderung und arbeitsplatzbezogene Qualifizierung sowie Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt an, darunter auch gezielt für MigrantInnen.

Auch das HBZ kann auf langjährige Erfahrungen mit der relevanten Zielgruppe zurückblicken. Es ist seit Jahren in der Arbeitsvermittlung aktiv und etabliert und kann sowohl in der Vermittlung von arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen als auch in der Durchführung von Integrationsmaßnahmen gute Ergebnisse vorweisen. Die Handwerkskammer vertritt 25.500 Betriebe und verfügt somit über intensive Betriebskontakte.

Im Rahmen eines Jobcoachings unterstützen die GEBA und das HBZ MAMBA-Teilnehmende bei der Suche nach einer Arbeitsstelle. Zu ihren Maßnahmen gehören: Beratung und Berufsorientierung, Erarbeitung von Zielen, berufsbezogenes Kommunikationstraining, Regeln der Berufswelt, Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer, arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen, ggfs. betriebliche Praktika sowie die Akquisition von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

GEBA und HBZ stehen auch nach einer Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit für eine Nachbetreuung oder weitere Qualifikationen der Teilnehmenden zur Verfügung. Dies beinhaltet auch Gesprächs- und Beratungsangebote für Arbeitgeber, die MAMBA-TeilnehmerInnen beschäftigen.

Das Jobcenter betreut und vermittelt Menschen in Münster, die Arbeitslosengeld 2 oder andere Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 erhalten. Ziel ist es, Arbeitslose auf dem Weg in die Erwerbstätigkeit zu unterstützen und ihnen dabei in schwieriger sozialer Lage oder bei persönlichen Problemen Hilfestellung zu bieten. Zu folgenden Themen bietet das Jobcenter Beratung und Unterstützung:  Vermittlung in Ausbildung und Arbeit, berufliche Qualifikation, Angebote zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, Erwerb- und Verbesserung der Sprachkompetenz, Vermittlung zum Beratungsfachdienst für arbeitssuchende Menschen mit Migrationsvorgeschichte.

Das Jobcenter Münster ist ebenfalls Ansprechpartner für Arbeitgeber bei der Suche nach geeignetem Personal für offene Stellen und berät zu Fördermöglichkeiten bei der Einstellung und Beschäftigung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.

 

Strategische Netzwerkpartner

Strategisch eingebundene Partner auf kommunaler Ebene sind das Amt für Ausländerangelegenheiten, der Integrationsrat, das Sozialamt (u.a. mit dem Städtischen Sozialdienst für Flüchtlinge und Spätaussiedler) und die Städtische Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten

Im Verlauf der ersten Projektmonate ergab sich zusätzlich eine enge Zusammenarbeit mit dem AWO Stadtteilbüro Coerde. Auch mit dem Münsterschen Stadtweiten Netzwerk "Integration für Menschen mit Migrationsvorgeschichte" sind wir in kontinuierlichem Austausch.

Unsere strategischen Partner bringen sich aktiv das Netzwerk ein und stellen eine wertvolle Erweiterung der MAMBA-Möglichkeiten dar. Sie unterstützen uns bei der Gewinnung von TeilnehmerInnen, engagieren sich als MultiplikatorInnen bei der Erhöhung des Bekanntheitsgrades von MAMBA und wirken bei der politischen Öffentlichkeitsarbeit (Bleiberechtsregelung) mit.

  

   

   

  

  

Das Projekt "MAMBA 3" wird im Rahmen des Programms "ESF-Integrationsrichtlinie Bund" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.