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Fortbildung und Austausch beim MAMBA-Fachtag zur Arbeitsmarktintegration von FlĂĽchtlingen gelungen (18. November 2013)

 

„Wie kann die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen gelingen?“ – mit dieser Frage befasste sich die Tagung, die am Donnerstag, 14.11.2013, im Stadthaus II vom Netzwerk „MAMBA“ veranstaltet wurde.

Mehr als 70 Fachleute aus Beratungsstellen, Behörden, Bildungsträgern, Migrantenorganisationen und Politik erlebten eine Tagung, die von Austausch und Vernetzung geprägt war und vielfältige Informationen zum Tagungsthema bot.

Die Bedeutung von Arbeit fĂĽr die WĂĽrde eines jeden Menschen stellte Jochen Köhnke, Dezernent fĂĽr Migration und Interkulturelle Angelegenheiten der Stadt  MĂĽnster, in seinem GruĂźwort heraus. Er bedankte sich dabei auch fĂĽr die Arbeit von „MAMBA“ und die Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

 

 Im ersten Vortrag schilderte Joachim Bothe, Koordinator des Netzwerks MAMBA, verschiedene HĂĽrden und Stolpersteine, auf die FlĂĽchtlinge treffen, wenn sie eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz suchen. Arbeitsverbote, BĂĽrokratie, fehlende Sprachkenntnisse, ein unsicherer Aufenthaltsstatus – all dies erschwert den Zugang zu Arbeit und Ausbildung.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Zugang zu Arbeit und Ausbildung erläuterte im zweiten Vortrag Claudius Voigt, Referent für Arbeits- und Sozialrecht bei der GGUA Flüchtlingshilfe. Daneben hob er rechtliche Öffnungen für Flüchtlinge und neue Fördermöglichkeiten hervor, auch verknüpft mit einem Verweis auf Hindernisse, die dringend noch beseitigt werden sollten.

Anschließend stellten die Mitarbeiter von „MAMBA“ anhand von zwei fiktiven Fallbeispielen die Arbeitsweise des Netzwerks vor. Deutlich wurde, was jedes Teilprojekt an Beratung und Unterstützung leistet und wie sich die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner gestaltet. Bei „MAMBA“ arbeiten die folgenden Institutionen zusammen: Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung, GGUA Flüchtlingshilfe, Handwerkskammer Bildungszentrum, Jugendausbildungszentrum der Caritas, Jobcenter der Stadt Münster.


Um den Austausch und die Vernetzung unter den Tagungsgästen zu fördern, wurden in Gruppendiskussionen und einer Plenumsrunde auch die Anliegen und Fragen der Gäste zusammengetragen und diskutiert. „Sprachkurse für alle – von Anfang an!“, hieß es dort immer wieder als Forderung.

Netzwerkkoordinator Joachim Bothe zieht ein positives Fazit des Fachtags: „In MAMBA profitieren wir tagtäglich von einem funktionierenden Netzwerk und regelmäßigem Austausch unter den unterschiedlichen Partnern. So freut es uns sehr, dass wir an unserem Fachtag viele weitere unterschiedliche Akteure in unsere Themen und Anliegen mit hinein nehmen konnten und die Gäste auch untereinander in einen regen Austausch getreten sind.“
In MAMBA wurden in den letzten drei Jahren ĂĽber 550 Menschen beraten und unterstĂĽtzt. Etwa 40% von Ihnen konnten mindestens einmal in Arbeit, Ausbildung oder Qualifizierung vermittelt werden.

Alle Fotos: Anja Fröse

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Das Projekt "MAMBA 3" wird im Rahmen des Programms "ESF-Integrationsrichtlinie Bund" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 
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